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GigaBlue HD X3.H im Test

Mit dem HD X3.H präsentiert die Linux-Receiver-Schmiede GigaBlue eine kompakte Set-Top-Box mit Single-SAT-Tuner, die in die Fußstapfen des HD X3 tritt. Im Gegensatz zu diesem ermöglicht das neue Modell durch einen optional erhältlichen Tuner auch den Empfang des neuen Antennenfernsehens DVB-T2 HD. Interessant ist der HD X3.H zudem für Anwender, die bereits eine Linux-Box mit mehreren Tunern besitzen, da sie ihn in diesem Fall als Streaming-Client nutzen und somit in Räumen ohne TV-Anschluss fernsehen können. Wie sich der Receiver auf Enigma2-Basis, der eine Aufnahmefunktion auf externe USB- sowie SATA-Festplatten bietet und durch die Installation von Plugins um zahlreiche Funktionen erweitert werden kann, im Praxistest schlug, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Front
Bis auf eine Standby-Taste hat der Hersteller auf Nahbedienungselemente an der Gerätefront verzichtet. Statt einer (alpha-)numerischen Anzeige informiert lediglich eine auffällige, zentral positionierte LED-Leiste über den Betriebsstatus. Diese leuchtet rot bzw. blau und ist nicht dimmbar.

 

Optisch wirkt der GigaBlue HD X3.H mit seinem kompakten Kunststoffgehäuse eher schlicht, doch immerhin weist die Verarbeitung keine Mängel auf. Blickfang ist die während des Betriebs blau leuchtende LED-Leiste, die ein (alpha-)numerisches Display ersetzt. Im Inneren des Gigablue HD X3.H werkelt ein BCM73625 MIPS Prozessor mit 750 MHz Leistung, während Arbeits- und Flash-Speicher 512 bzw. 256 Megabyte aufweisen. Ab Werk ist die Box mit einem fest verbauten Single-DVB-S2-Tuner ausgestattet. Ein zusätzlicher Steckplatz bietet die Möglichkeit einen optional für rund 40,- Euro erhältlichen Plug&Play-Tuner einzubauen und den Testkandidaten so zum Twin- bzw. Hybrid-Receiver aufzurüsten. Dabei hat der Anwender die Wahl zwischen den Empfangsteilen Single-DVB-S2X, Dual-DVB-C/T (H.264) und Single-DVB-C/T2 (H.265/HEVC). Mit letztgenanntem Kombi-Tuner ermöglicht es der neueste GigaBlue-Receiver im Gegensatz zum Vorgängermodell HD X3 also erstmals, das in Deutschland ausgestrahlte neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD zu empfangen.

Die Anschlüsse für HDMI, eSATA, LAN, zweimal USB 2.0 und optisches S/PDIF sind alle an der Rückseite angebracht. In einer Aussparung an der linken Geräteseite wurden außerdem eine CI 1.0-Schnittstelle und zwei Conax-Kartenleser verbaut. Für die einfache Trennung des Receivers vom Stromnetz ist ein Netzschalter vorhanden.

 

Menu
Nach Aufruf des Hauptmenüs kann das laufende TV-Bild im Hintergrund verfolgt werden. Die Menüstruktur ist übersichtlich und ermöglicht somit eine intuitive Navigation durch die vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten, die das Enigma2-System bietet.

 

Erstinstallation und tägliche Bedienung

Der GigaBlue unterstützt neben den DiSEqC-Protokollen 1.0, 1.1, 1.2 und USALS auch Unicable. Durch die Ersteinrichtung führt ein Installationsassistent, der mit einem Sendersuchlauf abgeschlossen wird, der rund 20 Minuten in Anspruch nimmt. Für die bequeme Bearbeitung der Senderlisten am PC stehen im Internet Programmlisteneditoren wie „dreamboxEDIT“ oder „SatChannelListEditor“ zur Verfügung. Die Navigation innerhalb der Menüs gestaltet sich flüssig und diese sind ebenso wie der EPG, der Standard-SI-Daten für sieben Tage im Voraus liefert, ansprechend gestaltet. Die Optik der grafischen Benutzeroberfläche kann durch Skins dem eigenen Geschmack angepasst werden. Anwender können außerdem alternative Images wie OpenATV oder OpenHDF aufspielen, die nicht nur die visuelle Aufmachung, sondern auch die Funktionalität verändern.

 

Fernbedienung
Die solide verarbeitete Fernbedienung aus schwarzem Kunststoff ist zwar optisch kein Hingucker, erfüllt aber mit einem gut gewählten Tastendruckpunkt und einer ordentlichen Reichweite von sechs Metern ihren Zweck. Auf beleuchtete Tasten muss der Anwender leider verzichten, dafür ist die Beschriftung aber gut lesbar. Außerdem ist kein genaues Zielen auf den GigaBlue-Receiver erforderlich.

 

Rückseite
Neben dem fest verbauten SAT-Tuner ist ein Steckplatz für einen optionalen Plug&Play-Tuner nach Wahl vorhanden. Für den Datentransfer stehen zwei USB 2.0-Schnittstellen, ein eSATA-Anschluss und ein LAN-Port bereit. Ein Netzschalter ermöglicht die bequeme Trennung des Receivers vom Stromnetz.

 

Netzwerkfunktionen

Optional wird über einen für rund 15,- Euro erhältlichen WLAN-Adapter die drahtlose Netzwerkeinbindung des HD X3.H ermöglicht. Wie bei Enigma2-Receivern üblich lässt sich der Testkandidat durch die Installation kostenloser Plugins in seinem Funktionsumfang deutlich erweitern. Vom Mediatheken-Zugriff via HbbTV, der Dateiwiedergabe über das Netzwerk via DLNA bis zum Empfang zahlreicher über das Internet ausgestrahlter TV-Sender via IPTV-Plugin gibt es kaum ein Feature, das nicht auf den GigaBlue aufgespielt werden kann.

Als Streaming-Client und eigenständiger Receiver gleichermaßen geeignet

In Räumen ohne TV-Anschluss kann der HD X3.H als Streaming-Client TV-Signale von einer Server-Box (z.B. GigaBlue UHD Quad 4K) über das Netzwerk empfangen. Hierbei greift die HD X3.H auf freie Tuner der Server-Box zu. Der Einsatz als Streaming-Client, für den wir das Plugin „GBIpboxClient“ nutzten, funktionierte im Test bei HD- sowie SD-Sendern gut und ohne nennenswerte Verzögerung. In Verbindung mit einem SAT>IP-Server und dem Plugin „satipclient“ kann die Box auch als SAT>IP-Client fungieren und SAT-TV über das Netzwerk empfangen. Auch dies funktionierte im Praxistest stabil.

 

Aufnahmefunktion und Pay-TV

EPG
Der elektronische Programmführer informiert mit den Standard-SI-Daten über das Programm der kommenden sieben Tage. Das aktuelle TV-Bild läuft unterdessen im Hintergrund weiter. Der Anwender kann zwischen zwei Ansichten wählen und bequem Aufnahmetimer programmieren. 

Als Aufnahmespeicher können externe USB- und SATA-Datenträger dienen, die in das EXT-Dateisystem formatiert wurden, was auch über den Receiver erfolgen kann. Aufnahmen werden im TS-Format gespeichert und dabei nicht gesplittet. Die Aufzeichnungen können manuell getätigt oder als Timer programmiert werden; auch zeitversetztes Fernsehen via Timeshift ist möglich, wobei über ein entsprechendes Plugin auch permanentes Timeshift zur Verfügung steht. Wird der HD X3.H als Client genutzt, kann gleichzeitig über den SAT-Tuner ein Programm angeschaut und über einen Tuner der Mutterbox ein anderes Programm aufgezeichnet werden.

Im CI-Schacht des GigaBlue wurden alternative Module wie das Unicam Evo mit „Troja“-Software, das Deltacam Twin mit „Cobra“-Software und das AlphaCrypt Light mit "One4All 2.4"-Software erkannt. Smartcards von HD+ und ungepairte Abokarten von Sky können mit diesen Modulen genutzt und die entsprechenden verschlüsselten Programme somit empfangen werden. Alternativ können die beiden Kartenleser mit illegaler Software bespielt werden, um die Abokarten anschließend in diesen zu nutzen.

 

Detail
An der linken Geräteseite befinden sich die beiden Conax-Kartenleser und der CI 1.0-Schacht. Obwohl eine Auswurftaste fehlt, ließen sich unsere Referenzmodule im Praxistest einfach herausnehmen. Ein eingestecktes CI-Modul ragt minimal über den Geräterand hinaus.

 

Bild- und Tonqualität

Während unseres Praxistests mit SD- und HD-Sendern produzierte der HD X3.H ein sauberes Bild mit guten Kontrasten und einer überzeugenden Tiefenschärfe, während die Farbdarstellung stets natürlich wirkte. Auch die Tonwiedergabe gab keinerlei Grund zur Beanstandung.

Geschwindigkeit und Ökonomie

Mit kurzen Umschaltzeiten von 1,5 Sekunden bei SD-Sendern und 1,7 Sekunden bei HD-Kanälen ist der HD X3.H ideal für Anwender, die gerne durch die Programme zappen. Geduld ist dagegen beim Bootvorgang aus dem Deep-Standby gefragt, nimmt dieser doch geschlagene 64 Sekunden in Anspruch. Die Bootzeit kann durch den sogenannten Idle-Mode auf drei Sekunden verkürzt werden, allerdings ist in diesem auch ein erhöhter Stromverbrauch von 3,5 Watt in Kauf zu nehmen. Im Deep-Standby konnten wir wiederum 0,4 und während des Betriebs 6,8 Watt messen, so dass wir dem GigaBlue insgesamt einen niedrigen Stromverbrauch attestieren.

Fazit

Der GigaBlue HD X3.H erreicht in unserem Praxistest 88,7 Prozentpunkte und damit das Testurteil „gut“. Anwender, die bereits eine Enigma2-Box mit mehr als einem Tuner besitzen und das TV-Signal in Räume ohne TV-Anschluss streamen möchten, finden in dem HD X3.H einen flexibel einsetzbaren Client. Er eignet sich aber gleichermaßen für die Nutzung als eigenständiger SAT-Receiver und kann dabei für rund 40,- Euro mit einem zusätzlichen Empfangsteil ausgerüstet werden, wobei neben einem zweiten SAT-Tuner auch ein Kombi-Tuner für Kabel-TV und DVB-T2 HD gewählt werden kann. Daneben bietet er die gewohnten Stärken eines Linux-Receivers auf Enigma2-Basis wie den großen Funktionsumfang durch aufspielbare Plugins und die Flexibilität bei der Wahl der Benutzeroberfläche. Ein besseres Ergebnis verhinderte das fehlende (alpha-)numerische Display und der Verzicht auf integriertes WLAN. Der GigaBlue HD X3.H wird zum Preis von 109,- Euro und damit um rund 50,- Euro günstiger angeboten als das Vorgängermodell HD X3, womit er als Schnäppchen gelten kann und ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

 

Quelle: Satvison

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