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Dinobot 4K+ im Test

Der Dinobot 4K+ ist ein Ultra HD-Receiver, der seinem Besitzer eine außergewöhnliche Flexibiltät bietet. Dies bezieht sich zum einen auf den Empfangsweg, denn neben einem SAT-Tuner besitzt die kompakte Set-Top-Box auch einen DVB-C/T2-Hybridtuner, so dass zwei Empfangswege kombiniert werden können. Darüber hinaus kann der Anwender via Dualboot auch zwischen zwei unterschiedlichen Betriebssystemen wählen, nämlich Android und Enigma2. Auf diese Weise werden die Vorteile des beliebten Linux-Systems wie die beinahe endlose Erweiterung des Funktionsumfangs durch Plugins um die Möglichkeit ergänzt, Apps wie Netflix, Prime Video oder DAZN über Android auf der Box zu nutzen. Wir haben den mit einer Aufnahmefunktion via USB sowie einem Kartenleser ausgestatteten Hybrid-Receiver getestet und präsentieren auf den folgenden Seiten die Ergebnisse.

 

 

Front
An der spartanischen Front sind keinerlei Nahbedienungselemente vorhanden. Das 4-stellige LED-Display zeigt bläulich-weiß leuchtend während des Betriebs die Programmnummer und im Standby die Uhrzeit an.

 

 

Der Dinobot 4K+ ist mit einer Bauhöhe von 2,3 Zentimetern flach gehalten und weist auch ansonsten kompakte Abmessungen auf. Durch die zwei aufschraubbaren WLAN-Antennen relativiert sich die Platzersparnis nach oben hin jedoch wieder. Das Metallgehäuse weist eine ordentliche Verarbeitung auf, während die Front mit ihrem Verzicht auf jegliche Nahbedinungselemente recht spartanisch wirkt. Im Inneren werkelt ein ARM Cortex A53 Quadcore Prozessor, während Arbeits- und Flash-Speicher 2 bzw. 8 Gigabyte aufweisen. Die Box besitzt jeweils einen fest verbauten DVB-S2- und DVB-C/T2-Tuner und ermöglicht so den parallelen Empfang zweier Übertragungswege. Der Dinobot 4K+ bietet HEVC-Unterstützung und ist somit für den Empfang von DVB-T2 HD und von Ultra HD-Sendern via Satellit geeignet.

 

Detail
An der linken Geräteseite sind zwei USB 2.0-Ports und ein MicroSD-Kartenleser angebracht, während sich der Smartcardeinschub an der rechten Geräteseite befindet.

 

 

An der rechten Geräteseite ist ein Kartenleser verbaut, der durch das Aufspielen entsprechender illegaler Software ungepairte Abokarten von Sky, HD+ und Co. lesen kann. Eine CI-Schnittstelle besitzt der Dinobot 4K+ dagegen nicht. An der linken Seite des Receivers sind ein MicroSD-Kartenleser, der Karten mit einer maximalen Speicherkapazität von 32 Gigabyte unterstützt und zwei USB 2.0-Schnittstellen angebracht. Die übrigen Anschlüsse für HDMI 2.0a, USB 3.0, LAN, COM, 3,5 mm-Klinke und optisches S/PDIF sind alle an der Rückseite zu finden. Dort ist zudem ein Netzschalter für die bequeme Trennung des Receivers vom Stromnetz vorhanden.

 

Tägliche Bedienung

Auf unserem Testgerät waren Android 7.0 und das Enigma2-Image OpenATV aufgespielt. Beim Start des Receivers aus dem Deep-Standby oder wenn er vom Stromnetz getrennt war erscheint stets ein Bildschirm, der den Anwender auffordert, das gewünschte Betriebssystem auszuwählen. Durch Drücken der roten Farbtaste wird Android gestartet, während über die blaue Farbtaste Enigma2 aufgerufen wird. Erfolgt mehrere Sekunden lang keine Eingabe, startet der Receiver das zuletzt genutzte Betriebssystem. Aus dem normalen Standby heraus erfolgt dies hingegen automatisch. Über den Menüpunkt „Power“ kann der Anwender übrigens bequem von Android zu Enigma2 wechseln ohne den Receiver dafür ausschalten zu müssen.

 

Fernbedienung
Die recht lange Infrarot-Fernbedienung aus Kunststoff lässt sich für das TV-Gerät programmieren. Bei einer Reichweite von sechs Metern sollte genau auf den Receiver gezielt werden. Die nicht beleuchtbaren Tasten bieten einen guten Kontrast, der harte Druckpunkt erwies sich jedoch als wenig komfortabel und machte einige Male mehrfaches Drücken nötig.

 

Bei der erstmaligen Einrichtung können vorgefertigte Senderlisten für die Satellitenpositionen Astra 19,2° Ost und Hotbird 13,0° Ost geladen oder ein Suchlauf durchgeführt werden. Letzterer ist für die Empfangswege Kabel-TV und DVB-T2 HD obligatorisch. Programme unterschiedlicher Empfangswege können auch in einer Liste kombiniert werden. So kann der Anwender z. B. Kabel-Sender wie „RTL Crime“ und „RTL Living“, die nicht mehr via Satellit empfangbar sind, zu seinen SAT-Kanälen gruppieren. Die Netzwerkeinbindung kann über den LAN-Anschluss an der Rückseite oder mithilfe der WLAN-Stabantennen auch drahlos über das integrierte WLAN-Modul erfolgen, wobei die Standards IEEE 802.11 b/g/n/ac unterstützt werden.

 

 

Android-Oberfläche
Nachdem Android gebootet wurde erscheint der abgebildete Startbildschirm. Über den Menüpunkt „Live-TV“ gelangt der Anwender zum TV-Empfang. Funktionen wie IPTV und Miracast sowie die verfügbaren Apps wie Netflix oder YouTube können ebenfalls einfach über den Startbildschirm aufgerufen werden. Über den Play Store lassen sich zudem weitere Apps installieren.

 

Netzwerkfunktionen

Die Bedienung unter Enigma2 ist mit anderen Linux-Receivern identisch. Durch die Installation von Plugins lässt sich der Funktionsumfang um zahlreiche Features wie beispielsweise die Mediatheken von ARD und ZDF, den Empfang von IPTV-Kanälen sowie DLNA erweitern. Statt OpenATV kann auf Wunsch auch ein anderes Image wie OpenNFR aufgespielt werden. Unter Android sind einige Apps bereits vorinstalliert, darunter die Google-eigenen Dienste wie der Browser Chrome, der Filmabrufdienst Play Movies und das Videoportal YouTube. Auch der Video-on-Demand-Service Netflix ist schon an Bord, während weitere Apps wie die Streaming-Konkurrenten Maxdome und Prime Video oder der Sport-Streamingdienst DAZN, der seit dieser Saison unter anderem Live-Spiele der UEFA Champions League ausstrahlt, über den ebenfalls vorhandenen Google Play Store installiert werden können. Die Integration der Apps ist gelungen, über Netflix konnten wir beispielweise Filme in Ultra HD-Qualität problemlos streamen.

 

Rückseite
Die beiden mitgelieferten WLAN-Stabantennen werden an die beiden vergoldeten Anschlüsse geschraubt. Für den Datentransfer stehen hier eine USB 3.0-Schnittstelle, ein LAN-Port und ein COM-Anschluss, der die Verbindung mit einem PC ermöglicht, bereit. Ein Netzschalter ermöglicht die bequeme Trennung von der Stromversorgung.

 

Aufnahmefunktion

Der Testkandidat ermöglicht Aufnahmen auf einen externen Datenträger. Als Aufnahmespeicher kann dabei sowohl eine externe USB-Festplatte als auch eine MicroSD-Karte dienen. Aufnahmen werden im TS-Format gespeichert und nicht gesplittet. Die Aufzeichnungen können direkt getätigt oder als Timer programmiert werden; auch zeitversetztes Fernsehen via Timeshift ist möglich, wobei über ein entsprechendes Plugin auch permanentes Timeshift zur Verfügung steht. Besonders praktisch: Beim Hybrid-Betrieb kann während einer Aufnahme eines SAT-Kanals ein Kabel- bzw. DVB-T2-Sender angeschaut werden und umgekehrt.

 

EPG
Der elektronische Programmführer unter Android bietet die Auswahl zwischen der abgebildeten Einzelansicht und einer Multiansicht. Er informiert mit den Standard-SI-Daten über das Programm der kommenden sieben Tage. Das aktuelle TV-Bild wird unterdessen rechts in einem Kästchen eingeblendet.

 

Bild- und Tonqualität

Die Bildqualität konnte durch die Bank bei allen Empfangswegen und Auflösungen überzeugen. SD- und HD-Sender wurden angemessen scharf und farbgetreu wiedergegeben. Die Darstellung von Ultra HD-Inhalten über die entsprechenden Satelliten-Sender und Netflix meisterte der Dinobot 4K+ mit Bravour, indem er ein kontrastreiches Bild mit vielen Details auf den Bildschirm brachte, wozu auch die HDR10-Unterstützung beitrug. An der Tonqualität hatten wir nichts zu bemängeln, da selbst bei hohen Lautstärken keinerlei Verzerrungen zu vernehmen waren.

 

Geschwindigkeit und Ökonomie

Die Umschaltzeiten bei HD-Sendern pendelten sich im Praxistest für alle drei Empfangwege zwischen 1,7 und 1,9 Sekunden ein und erreichten somit einen guten Wert. Das Zappen zwischen SD-Programmen geriet erwartungsgemäß mit starken 1,2 bzw. 1,3 Sekunden noch kürzer. Auch das Umschalten auf einen Ultra HD-Kanal nahm mit 2,0 Sekunden vergleichsweise wenig Zeit in Anspruch. Die Bootzeit beträgt aus dem Deep-Standby 40 Sekunden und verkürzt sich im normalen Standby auf 3 Sekunden. Dabei steigt allerdings der Stromverbrauch im Ruhezustand von 0,2 auf 8,4 Watt an. Während des Betriebs betrug der Stromverbrauch unseren Messungen zufolge 9,1 Watt.

 

Fazit

Der Dinobot 4K+ erreicht in unserem Praxistest 89,9 Prozentpunkte und damit das Testurteil „gut“. Der hybride UHD-Receiver mit Empfangstunern für DVB-S2 und DVB-C/T2 überzeugte durch die Möglichkeit, sowohl Enigma2 als auch Android zu nutzen und so in den Genuss der Vorteile beider Betriebssysteme zu kommen. Während das Linux-System mit zahlreichen Plugins und Skins an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann, kommen durch die Integration von Android hochwertige Inhalte dazu, die bei Enigma2 fehlen. Dazu gehören vor allem die beliebten Video-on-Demand-Dienste Netflix, Prime Video und Maxdome oder der Sport-Streamingdienst DAZN. Darüber hinaus bietet der Dinobot 4K+ Ultra HD-Unterstützung mit HDR10, integriertes WLAN, eine Aufnahmefunktion auf externe Datenträger und einen Kartenleser für den Empfang verschlüsselter Programme, der dafür jedoch erst mit der entsprechenden Software „getunt“ werden muss. Der Dinobot 4K+ ist zum Preis von 159,90 Euro erhältlich.

 

Quelle: Satvision

Tags: Dinobot 4K+
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